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SILVESTERPARTY im Goldbekhaus

mit DJ Nartan, leckeren Getränken, kleinem Buffet, Garderobe & Chillraum in der Bühne zum Hof | Mehr

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Angekommen?

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Stella’s Morgenstern und Frank London mit neuen Beautiful Chansons und Liedern von Heimaten und Sehnsuchtsorten

Samstag 10. September | 20 Uhr | Erzählkonzert in der Reihe Angekommen?
In ihrem neuen Chanson-Programm beschäftigen die Musiker sich mit der Frage »Wo ist Heimat?«.

Sie haben dafür neue Songs geschrieben und lassen auch andere prominente Stimmen zu Wort kommen – darunter viele deutsche Juden, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden und im Exil ein neues Zuhause finden mussten:

Künstlerinnen wie Valeska Gert, Rajzel Zychlinski oder Beyle Schaechter-Gottesman, Komponisten wie Kurt Weill oder Friedrich Hollaender, und natürlich Heinrich Heine, mit dem sich Stella’s Morgenstern schon lange beschäftigt und eigens für diesen Konzertabend neue Gedichte von Heine vertont hat. Aus New York, Knotenpunkt für Migranten und Auswanderer aus aller Welt, reist Frank London als Ehrengast der Konzertserie nach Hamburg ins Goldbekhaus. Und auch er hat Kompositionen mitgebracht, die sich mit Flucht, Vertreibung und Migration beschäftigen.
Mit Stella Jürgensen (Voc, Autoharp), Frank London (TP, Voc), Andreas hecht (Git, Voc); Guido Jäger (Kontrabass)

Stella Jürgensen (Gesang, Autoharp, Ukulele) hat sich auf Weltmusik und Chansons spezialisiert. Markenzeichen ist ihre tiefe Altstimme, die sie narrativ einsetzt. Sie singt auch Folk, Blues, Swing und Folk. Sie ist außerdem Moderatorin und Sprecherin für TV- und Radio-Produktionen. Mit dem Orchester »Musica Assoluta« unter Leitung von Thorsten Encke präsentierte sie 2017 als Uraufführung dessen Komposition mit Bonhoeffer-Texten. 2021 erschien mit ihr als Sprecherin das Hörbuch »Brief nach Breslau« von Maya Lasker-Wallfisch. 

Andreas Hecht (Gesang, Gitarre, Lautengitarre) studierte klassische Gitarre in Hamburg und spezialisierte sich zunächst auf Flamenco und spanisch-orientalische Genres. Später widmete er sich der Musik Lateinamerikas und tourte mit der chilenischen Sängerin Patricia Salas. Genauso versiert ist Andreas Hecht in Genres wie Folk, Blues, Tango, Latin und Country Das, verbunden mit seiner klassischen Spieltechnik, ist sein Markenzeichen.

prof*merose ist ein leidenschaftlicher israelischer Liedermacher, Zeichner und Maler, der in Hamburg und Tel Aviv lebt.

Frank London (New York) ist international einer der wichtigsten Vertreter jüdischer Musik. Vor mehr als 30 Jahren gründete der Grammy-Gewinner die legendäre Band »Klezmatics«, die die traditionelle Musik der osteuropäischen Juden wiederentdeckte und bis heute radikal neu interpretiert. Auch in der Bewegung Radikal Jewish Culture ist Frank London einer der kreativsten Protagonisten. Sein Schaffen als Musiker ist vielfältig und reicht von Klezmer, über Balkan-Brass bis hin zu Jazz. Er komponiert für Film und Theater. 2017 erlebte seine jiddische Oper »Hatuey: Memory of Fire« die Uraufführung in Havanna auf Kuba. Frank London spielte u.a. mit Itzhak Perlman, John Zorn, Allen Ginsberg, John Cale, Chava Alberstein und Iggy Pop.

Gefördert durch Neustart Kultur der Initiative Musik und der Bundeskulturstaatsministerin.

AK 15 (ermäßigt 10) VVK 12 (ermäßigt 10) € | Tickets | Infos Vorverkauf

Bühne zum Hof
 

»ANGEKOMMEN? Juden in Deutschland«

In Deutschland leben ungefähr 220.000 Jüdinnen und Juden. Die große Mehrheit stammt aus der ehemaligen Sowjetunion und kam als »Kontingentflüchtlinge«. Vor 30 Jahren begann diese Emigrationswelle. Auf der Suche nach einer neuen Heimat wählten etwa 210.000 Menschen in ihrer Not den beschwerlichen Weg der Einwanderung in ein fremdes Land. Wie geht es ihnen heute? Sind sie angekommen in Deutschland, ist dieses Land ihr Zuhause geworden? Was ist eigentlich Heimat? Und wie halten sie es mit dem »jüdischen Leben in Deutschland«, das unbedingt wieder zu diesem Land dazugehören soll?

Nach der positiven Resonanz auf die Reihe »Jüdische Klangspuren« möchten wir das Format der Erzählkonzerte im Goldbekhaus fortsetzen. Wieder liegt ein Fokus auf der jiddischen Sprache, die sich immer transnational definiert hat und bis heute über Grenzen hinwegsetzt. Eingeladen sind wieder Künstler und Künstlerinnen, die alle in Deutschland leben. Sie alle haben sich extra für diese neue Reihe mit ihren Vorstellungen von Heimaten beschäftigt und für das Goldbekhaus exklusiv ihre eigenen persönlichen Erzählkonzerte konzipiert. Das Jüdische und das Jiddische ist ein wichtiger Teil ihres künstlerischen Schaffens und zeigt, wie vielfältig und unterschiedlich Judentum in Deutschland praktiziert wird.

Mit den Erzählkonzerten möchten wir einen emotionalen Zugang zu jüdischen Themen schaffen, Hemmungen oder Berührungsängste abbauen und einladen, jüdisches Leben in Deutschland besser kennenzulernen.

 

Während der Vorbereitung zu dieser neuen Konzertreihe haben uns die Ereignisse eingeholt:

Putin hat einen brutalen Krieg mitten in Europa begonnen. Seinen zaristischen Begehrlichkeiten fällt ein Land mit 42 Mio. Einwohnern zum Opfer, das der Diktator skrupellos zerstören und Russland einverleiben will. Dieser völkerrechtswidriger Angriffskrieg markiert eine Zeitenwende und hat uns zutiefst bestürzt. Dieser Vernichtungsfeldzug stellt auch unsere Serie mit Erzählkonzerten in einen neuen Kontext. Viele der Mitwirkenden stammen aus osteuropäischen Ländern – aus der Ukraine oder unmittelbar betroffenen Nachbarstaaten wie Lettland und Moldau. Und so rückt der Krieg ungewollt in den Mittelpunkt, denn er verändert radikal den Blick auf Heimaten.

Im Jahr 2022 tobt in Osteuropa ein Krieg der Nationalismen wie im 19. Jahrhundert und fordert Menschenleben, zwingt Unzählige zur Flucht. Wegen Kriegen und Pogromen hat sich Jiddisch in den unterschiedlichsten Diasporen ausgebreitet. Die staatenlose Jiddische Kultur ist ein kluges Vorbild, exemplarisch den neu entflammten Nationalismen etwas entgegenzusetzen.

Stella Jürgensen und Jürgen Krenz
Hamburg, der 8. März 2022

„Mein Vaterland ist tot
Sie haben es begraben im Feuer
Ich lebe in meinem Mutterland Wort“
Rose Ausländer

Solidarität mit den Menschen in der Ukraine! Hilfe und Spenden gerne an den »Verein der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit e.V.«
IBAN: DE02 1001 0010 0994 1081 20 für humanitäre Hilfe

 

Alle Termine im Einzelnen:

Sa 9. April | Yuriy Ghurzy | »Richard Wagner und die Klezmerband« – auf der Suche nach jüdischen Sounds in Deutschland

Sa 14. Mai | Sasha Lurje, Craig Judelman + Sanne Möricke | »Lebedik: Shlepping Goles - Träume und Sehnsüchte aus der Diaspora«

Sa 25. Juni | Marina Frenk. (Copyright Foto David Reisler) | »ewig her und gar nicht wahr« – über das Ankommen in einem fremden Land

Sa 10. September | Stella’s Morgenstern und Frank London mit neuen Beautiful Chansons und Liedern von Heimaten und Sehnsuchtsorten

Sa 26. November | Daniel Kahn besingt seine »foterlender« - seine »Vaterländer und Heimaten«

Sa 10. Dezember | Maya Lasker-Wallfisch »Ich schreib euch aus Berlin – Rückkehr in ein neues Zuhause«