Hochsensibilität und Neurodiversität
Die neuronale Vielfalt von Gehirnen wird als Neurodiversität bezeichnet. Menschen etwa im Autismus-Spektrum oder mit ADHS gelten als neurodivergent: Ihre Gehirnfunktionen weichen deutlich von dem ab, was gesellschaftlich als „normal“ definiert wird.
Hochsensibilität wird als ein Persönlichkeitsmerkmal eingestuft, während z.B. ADHS und Autismus als Diagnosen gelten. Was bedeutet es für Menschen, bei denen beides zutrifft – etwa Hochsensibilität und ADHS gemeinsam? Wie hängen die beiden Phänomene zusammen, wo überschneiden sie sich, und wann könnte es sich für hochsensible Menschen lohnen, sich auch mit dem Thema ADHS oder Autismus näher zu befassen?
Prof. Zimpel, der seit Jahrzehnten zu Neurodiversität und Neuropsychologie forscht, ordnet Hochsensibilität aus dieser Perspektive ein. Er beleuchtet mögliche Überschneidungen und Zusammenhänge mit z. B. ADHS und Autismus – und gibt eine Einschätzung dazu, was das für Menschen bedeutet, die sich sowohl in der Hochsensibilität als auch in neurodivergenten Mustern wiederfinden.
Prof. Dr. habil. André Frank Zimpel ist Professor für „Lernen und Entwicklung“ an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg und leitet das Zentrum für Neurodiversitätsforschung (ZNDF) Hamburg/Eppendorf. Er erforscht seit Jahrzehnten neuronale Vielfalt – unter anderem bei Autismus, ADHS und weiteren neurodivergenten Ausprägungen – und deren oft übersehene Potenziale. Sein aktuelles Buch „Wahnsinnig intelligent: Die verborgenen Potenziale neurodivergenter Menschen“ ist kürzlich erschienen.
Mit: Prof. Dr. habil André Frank Zimpel
Ort: Bühne zum Hof
Infos: www.fr-hsp.de
Eintritt: VVK 18,-/20,- (zzgl. VVK-Gebühren) | AK 23,-/25,-