MA – die aktivierende Leere in der japanischen Tuschemalerei

MA - die aktivierende Leere in der japanischen Tuschemalerei
(c) Nicole Reuther
Workshop

Samstag 28. Februar 2026 - 1. März 2026

Beginn: 10:00 Uhr

Ende: 16:00 Uhr

  • Kurse & Workshops
  • Wort & Farbe

Sumi-e bedeutet „Malen mit schwarzer Tusche“ und hat seinen Ursprung in derjapanischen zen-buddhistischen Tradition. In diesem Kurs widmen wir uns einem der zentralen ästhetischen Prinzipien der ostasiatischen Kunst: dem Konzept des leeren Raums, das in Japan als „Ma“ bezeichnet wird. Anders als in westlichen Traditionen wird „Leere“ im ostasiatischen Zen und Taoismus nicht als Abwesenheit von „etwas“ verstanden, sondern als aktivierende, gestaltgebende Bewegung. Dadurch wird sie zu einem bedeutungsvollen Element jeder Komposition.

Im Kurs untersuchen wir die vielfältigen Funktionen und Wirkungen des leeren Raums in der Tuschemalerei – sowohl als strukturierende Kraft als auch als lebendigen Spannungsraum. Wir erkunden das Thema anhand kleinformatiger Studien ebenso wie in größeren Arbeiten.

Wir arbeiten dabei in traditioneller sowie in einer gestisch abstrakten Malweise. Motive in traditioneller Malweise können sein: Wildorchidee und leuchtende Kamelie in Rottönen – unter Berücksichtigung des leeren Raums in der Komposition. In der abstrakten Arbeitsweise lösen wir die Motive auf und arbeiten frei und gestisch. Anregung bieten Beispiele der avantgardistischen japanischen Kalligraphiemalerei seit den 1960er-Jahren, in denen das Schriftzeichen seine Bedeutung hinter sich lässt und mehr als Bewegung erfahren wird.

Durch Einführungen in die philosophischen Hintergründe von „Ma“ und der Zen-Tradition ergänzen Praxis. Der Kurs ist für Anfänger*innen und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet.

Angaben zur Materialliste folgen zeitnah.

 

Ort: Deck 9d

Kosten: € 135

Kursnummer: KB 08403

Kurszeitraum: 28.2. - 1.3.

Anzahl Termine: 2 Termine

Zielgruppe: für erwachsene Anfänger*innen, Etwaskönner*innen und Fortgeschrittene

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