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WIEDERAUFBAU NACH BRANDSTIFTUNG

Mit Eurer Hilfe starten wir bestimmt in die Saison 2017. Nach der Branstiftung des SUP-Board-Schuppens am Abend des 27.2.2017, steht viel auf dem Spiel. Am Anleger des Goldbekhauses wurde nicht einfach ein Lager angezündet, sondern ein Inklusionsprojekt! Vor drei Jahren haben zwei ehrenamtlich engagierte Frauen mit drei eigenen Boards einen Schnuppertag für Menschen angeboten, die es sich nicht leisten können, sich alleine nicht trauen, einen Migrationshintergrund haben, körperlich ein Handicap haben und eine Anleitung- und Begleitung brauchten. Das Goldbekhaus hat diese Idee nicht nur befürwortet, sondern gefördert und umgesetzt. Durch den Einsatz vom Goldbekhaus konnten Vereine und Förderorganisationen  für dieses Projekt gewonnen werden. Seit zwei Jahren konnten SUP-Touren, -Kurse und Workshops für Großeltern und EnkelInnen, für Erwachsene, für Kinder, für Menschen mit Handicap, für Geflüchtete, für Jugendliche, für Menschen 60+, für jugendliche unbegleitete Geflüchtete, eben für ALLE veranstaltet werden.
In diesem Projekt steckt viel Herzblut und eine Überzeugung davon, dass der Wassersport für jeden Menschen ermöglicht werden kann.
Über Spenden für den Wiederaufbau des SUP-Projektes sowie den Anleger freuen wir uns sehr!

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STADTTEILKULTURFÖRDERUNG

Es wird nicht unbedingt einfacher. Im November letzten Jahres war es schonmal Thema. Damals ging es um die Perspektiven der Förderung im Zeichen der Nachricht, dass der Deutsche Kulturrat die Hamburger Stadtteilkultur auf die Liste der bedrohten Kultureinrichtungen gesetzt hatte. Nun werden die Perspektiven konkreter und handfeste Beschlüsse eröffnen Spielräume: Die institutionelle Förderung wird etwas erhöht, der Quartiersfonds wächst und ein Integrationsfonds verspricht zusätzliche Fördermöglichkeiten. Dazu gibt es etliche Fördermittel verschiedenster Geldgeber für Projekte, die sich auf die Situation von Geflüchteten beziehen. Idealerweise entstehen Angebote aus einem inhaltlichen Impuls. Bei der weiteren Planung kommen verschiedenste Fördertöpfe ins Spiel, deren Kriterien zur selben Sache oft nicht deckungsgleich sind. Dann rauchen die Köpfe: Welche Facette eines Projektes kann wo mit welchem Geldbetrag beantragt werden? Was kann als Eigenanteil geltend gemacht werden? Wo kommt er her?  Welche Unterlagen werden für die Abrechnung gebraucht?  
Das kostet Zeit und Energie und eine dicke Haut, wenn die Absagen kommen. Manchmal fragt man sich beim Tun, was zuerst da war, die Projektidee oder der Fördertitel, manchmal auch, ob es nicht dem Gedanken der Inklusion widerspricht, wenn Zielgruppen durch Merkmale meist defizitärer Art definiert und eingegrenzt werden, obwohl wir doch gerade Diversität, gegenseitigen Kontakt und Begegnung fördern wollen.  Vielleicht braucht es dazu nur die nötige Zeit und Geduld, wenn etwas wächst. Was aber, wenn die Förderzeiträume kurz bemessen sind und der Nachweis der Wirkung schnell auf dem Tisch liegen soll?  Klar ist, Politik und Verwaltung sind aufgefordert zu steuern, wenn unübersichtliche gesellschaftliche Veränderungen zur Reaktion auffordern und es ist zu verstehen wenn dann auf Projektfinanzierungen gesetzt wird, die flexibel angepasst oder ausgesetzt werden können.
Anderseits haben die soziokulturellen Zentren über die Jahre bewiesen, dass sie auf der Basis einer gesicherten Förderung in der Lage sind, schnell auf Veränderungen zu reagieren und ihre Angebote entsprechend anzupassen. Daher hatten viele Aktive in der Stadtteilkultur gehofft, dass sich die Waagschale mehr in Richtung beständige Förderung bewegt hätte. Das hätte mehr Planungssicherheit geboten und so mehr Energie für die Entwicklung von Angeboten freigesetzt, statt sie für die Suche nach Geldmitteln einzusetzen. Manchmal verfestigen sich aber auch Projektfinanzierungen und wandeln ihren Charakter hin zur (fast) verlässlichen Größe. Vielleicht sind dann Diversität und Inklusion auch keine Förderanlässe mehr, weil sie den Normalfall darstellen. 
Bernd Haß | Geschäftsführung Goldbekhaus
bernd.hass@goldbekhaus.de

JAHRESTHEMA 2017

[grɛnzɛnlos] Mit unserem neuen Jahresthema für das kommende Jahr knüpfen wir an die Themen der letzten Jahre an:  Im Jahr 2015 gab es eine Reihe von Programmakzenten zum Thema Geht(s) noch, einige Projekte zum Thema des Jahres 2016 Freiräume gehen noch weiter und werden im Verlauf des nächsten Jahres verwirklicht. Wer lange genug geht kommt unweigerlich an Grenzen, vielleicht die eigenen, vielleicht fremde Grenzen, ein Freiraum wird erst als solcher sichtbar, wenn er sich zwischen etwas anderem befindet. Wer das Wort grenzenlos im endlichen Universum des world wide web sucht , findet ungefähr 2.590.000 Ergebnisse, wenn man der Suchmaschine glaubt. Vom Festival globaler Musik, bis zur Grenzenlos Messe, bei der es um Geist und Seele geht, von der Vereinigung internationaler Freiwilliger, die über Grenzen in Kontakt bleiben, bis zum Verein für Behinderte und Nichtbehinderte reichen die ersten Treffer. Grenzenlos steht dabei, für den Versuch, Grenzen zu überwinden und sie hinter sich zu lassen. Dabei bleibt ein Spannungsfeld zwischen Grenze und Nichtgrenze bestehen. Darum geht es auch für uns:  „Die Grenzen des Möglichen lassen sich nur dadurch bestimmen, dass man sich ein wenig über sie hinaus ins Unmögliche wagt“ sagte der Erfinder der Odyssee im Weltraum Arthur C. Clarke. „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt“ sagte ein anderer Physiker Albert Einstein. Also: Abheben und wieder landen, Weggehen und Ankommen, Altes ablegen und Neues entdecken. Dass wir das Jahresthema in Lautschrift schreiben deutet darauf hin, dass ein Teil des neuen Jahres im Goldbekhaus, durch die Menschen geprägt sein wird, die weggegangen sind, Grenzen überwunden haben und an neue Grenzen stoßen.

stadt.kultur.sound Kampagne

Mit STADT.KULTUR.SOUND startet der Dachverband STADTKULTUR HAMBURG eine Kampagne, die in ihrem künstlerischen Ansatz und ihrem partizipativen Kern den Charakter der Stadtteilkultur wiederspiegelt: Auf der Kampagnen-Website können geloopte Handyvideos mit kurzen audiovisuellen Eindrücken aus der Vielfalt der Stadtteilkultur zu immer neuen, ungewöhnlichen Dreiklängen kombiniert werden.
Hamburgerinnen und Hamburger können auf der Kampagnen-Webseite Dreiklänge – sogenannte Looops – selbst zusammenstellen: Sie können sich dafür aus dem gesamten Angebot der Stadtteilkultur bedienen oder selektieren, z. B. nach Handyclips eines bestimmten Bezirks oder einer bestimmten Einrichtung. Gelungene Looops können gleich über Social Media geteilt, geliked und gepostet werden. Zu jedem Handyclip stehen weiterführende Informationen über das gezeigte Projekt, die Institution und die Akteure bereit.
Die Kampagne wurde mit einer öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung Ende September 2016 im Clubhaus auf der Reeperbahn gestartet und wird über einen längeren Zeitraum durch verschiedene Aktionsformen begleitet.
Die Mitglieder des Dachverbands sind aufgerufen, Handyclips über ihre Projekte und Aktivitäten beizusteuern. Mehr Informationen – auch zur Produktion der Handyclips – stehen auf der Kampagnen-Webseite zur Verfügung.
Insgesamt hat die Kampagne einen sehr spielerischen Charakter und erlaubt gleichzeitig ein hohes Maß an Mitwirkung sowohl für Akteure der Stadtteilkultur, die ihre eigenen Videos von ihren Projekten und Aktivitäten einstellen können, als auch für Nutzer, die die ungewöhnlichsten Dreiklänge kombinieren können.
Also: Looop mit!

Kontakt: Mona Dahmen, mona.dahmen@goldbekhaus.de
und Peter Rautenberg, peter.rautenberg@goldbekhaus.de

Bücherstation

Direkt neben dem "Fair-Teiler" steht seit einigen Wochen ein Büchertation. Dort kann jede/r Bücher entnehmen und auch Bücher wieder hineintun. Bitte achten Sie darauf, dass die Bücher in einem guten Zustand sind.

Seit Ende September 2016 wird der Bücherschrank von der Initiative „Wanderbücher“ betreut. Träger ist die „Stiftung Hamburger Initiative“

Foodsharing

  Der Fair-Teiler steht. Auch im Goldbehof werden ab sofort Lebensmittel gerettet und fairteilt. Die LebensmittelretterInnen von Foodsharing Hamburg haben uns und die KünstlerInnen vom Goldbekhof inspiriert und motiviert. Legt los und nutzt den neuen Fairteiler!
Wer sich darüber hinaus bei Foodsharing engagieren möchte, kann sich hier weiter informieren: Foodsharing

Freiräume

 Am Anfang war der Freiraum. Vor rund vierzig Jahren brauchten Menschen in Winterhude Platz, um ihre Ideen zu verwirklichen, gingen auf die Suche, probierten an verschieden Stellen  etwas aus, entdeckten letztlich das Industriegebäude am Goldbekkanal für sich und sorgten für den Start des Projektes Goldbekhauses.
Ideen und bespielbare Fläche waren die Startbedingungen, die an vielen Orten in der Stadt dazu führten, dass es heute gut funktionierende Stadtteilkulturzentren gibt. Was früher aus dem Augenblick entstehen konnte, ist heute eingespieltes Repertoire anerkannter Kultur-  und Bildungseinrichtungen, ohne die Hamburgs Kultur um einiges ärmer wäre. Also mal alles auf Anfang? Früher war mehr Freiraum, und jetzt planen wir über ein Jahr im Voraus. Bekanntlich kann man das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen, wir denken: Heute braucht es einen Anstoß und einen Rahmen um Freiräume zu ermöglichen und auf die Suche zu gehen. Dafür sind wir immer noch da.

Unseren 35. Geburtstag (wir orientieren uns am Erstbezug des heutigen Goldbekhauses) nehmen wir deshalb als Anlass zu sagen: Wir versuchen, das eigentlich Un-planbare vorwegzunehmen und Möglichkeitsräume zu eröffnen, von denen wir nicht wissen und nicht ahnen wie sie aussehen könnten. Wir bieten Fläche und helfen bei der Umsetzung von Ideen. Unser Ziel ist passend zu unserem Jubiläum 35 kleine und größere Freiräume bespielen zu lassen: Zum Teil wird es um konkrete Räume im Goldbekhaus gehen, die wir als Freiräume definieren und einladen sie zu füllen, zum anderen wollen wir dabei helfen auf die Suche zu gehen und wollen mit kreativen Menschen dort etwas freiräumen, wo etwas passieren kann, was andere berührt, bewegt, belustig zum Nachdenken bringt, herausfordert und zum Teilen mit anderen geeignet ist.

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QUALITÄTEN DER STADTTEILKULTUR

Was soll und kann Stadtteilkultur bewirken? 

In der aktuellen Ausgabe des stadtkultur MAGAZINS denken verschiedene Akteure aus den Einrichtungen darüber nach, was die besonderen Qualitäten der Stadtteilkultur sind. Es geht dabei um die verschiedenen Ausprägungen der Arbeit, verbunden mit den Werten und Grundsätzen, die diese Arbeit seit Anbeginn prägen. Wenn man die Szene in den letzten Jahren beobachtet hat, ist  klar, dass die Aufgaben gewachsenen sind und viele neue Anforderungen hinzugekommen sind, z.. durch den demografischen Wandel, zunehmendes Auseinandertreiben der Stadtgesellschaft, durch die Veränderungen der Bildungslandschaft, Veränderungen der Stadtteile.
In allen Bereichen der Stadtteilkultur, ob in festen Einrichtungen, Projekten oder Initiativen geht es um kulturelle Teilhabe der Menschen, die in den Stadtteilen wohnen und arbeiten. Die Angebote sind leicht zugänglich, auch für  Menschen mit geringen Einkommen bezahlbar und werden von Menschen jeden Alters, sozialer oder geografischer Herkunft genutzt. Auch wenn das Leitmotiv Kultur für alle nicht mehr prägend ist, nutzen sehr viele unterschiedliche Menschen die Kulturangebote vor der Haustür. Hier beteiligen sich dann auch viele aktiv an der Diskussion darüber, wie man in der Stadt leben und überleben kann und nutzen die vielfältigen Freiräume für kreative Gestaltung, Begegnung und Austausch. Immer wieder geben Angebote und Projekte Impulse, persönliche Potentiale zu entdecken und zu entwickeln und sind eine wichtige Ergänzung zu institutionellen Bildungsformaten. Oft entstehen Angebote in Kooperation mit Schule und etablierten Bildungseinrichtungen und bereichern das Angebot kultureller Bildung.
Kulturelle Vielfalt leben und kulturelle Unterschiedlichkeit als Bereicherung zu erleben und als Chance den eigenen Horizont zu erweitern, dafür steht Stadtteilkultur und entwickelt neue Angebotsformen die der internationalen Stadtgesellschaft gerecht werden. Stadtteilkultur fungiert dabei häufig als Drehscheibe, Katalysator und Inklusionsbeschleuniger und Ausgangspunkt für neue entstehende Netzwerke. Bei  knappen Ressourcen geht das nur, wenn man es versteht, Menschen zusammen zu bringen und für Mitwirkung zu begeistern. Stadtteilkultur steht dafür Menschen zu aktivieren das Gemeinwesen zu gestalten und die demokratischen Grundwerte zu leben. Mit anderen Worten Stadtteilkultur ist, wenn es um die Lebensqualität in der Stadt geht unverzichtbar.
Bernd Haß | Geschäftsführer Goldbekhaus

www.stadtkulturmagazin.de

GROSSE AUFGABEN

Vielfalt feiern. Das war ein Ergebnis, welches am Ende der Tagung (am 15.2.2015 im Goldbekhaus) zum Thema Vielfaltsmanagement und Interkultur im Goldbekhaus auf einer Stelltafel zu lesen war und andeutete, worum es in Zukunft gehen könnte. Das Bezirksamt Hamburg-Nord und das Goldbekhaus hatten zu dieser Fachtagung eingeladen  und das Thema bewusst breit angelegt. Es ging sowohl um Interkultur als auch um Inklusion. Der zentrale Gastvortrag mit dem Titel Die Zukunft im Blick –Die Welt-offene Stadt! Von Prof. Erol Yildiz machte auf entspannte Art deutlich: Vielfalt ist in einem Einwanderungsland wie Deutschland einfach da und alle gehen jeden Tag in irgendeiner Weise damit um. Leider wird immer noch viel zu häufig durch die Defizitbrille auf diese Realität gesehen, überholte  Bilder werden in der Medienwelt weiterhin wenig verändert und unreflektiert weitergegeben und selbst im wissenschaftlichen Diskurs bleibt mitunter vieles unklar,  wenn einseitige Forschungsansätze weiterverfolgt werden. Da bleibt noch viel zu tun, bis sich alle Menschen in der Stadtgesellschaft akzeptiert, gut aufgehoben und willkommen fühlen können und wahrnehmbare Unterschiede als Chance zur Weiterentwicklung der Gesellschaft gesehen werden. Hier hat Kultur die Aufgabe Erfahrungen so umzusetzen, dass sie für andere interessant und bereichernd sind. Dies hatten sich auch die Mitwirkenden der Theatergruppe vorgenommen, die unter den Leitung des Regisseurs Dan Thy Nguyen Anstöße zum Nachdenken lieferte. Am Ende der Tagung stand das Fazit, es braucht auch weiterhin Veranstaltungen, die Vielfalt ins Zentrum rücken. Und es gibt viele Möglichkeiten in der Wirtschaftswelt, in Initiativgruppen und öffentlich Einrichtungen durch manchmal nur kleine Maßnahmen und Perspektivwechsel viel zu erreichen.
Das Thema wie ein  gelingender interkulturleller Dialog auf Augenhöhe gelingen kann, stand auch im Rahmen einer ganz anderen Veranstaltung auf der Agenda: Im Barmbek Basch diskutierten am 10.2.2015 Parteienvertreter aus Bürgerschaft und Bezirksversammlung über den Alltag in den  Einrichtungen. Zum Thema Interkultur stand die Frage an, reichen die Ressourcen aus, um die notwendigen Netzwerke zu aktivieren, die Grundvoraussetzung für eine Verwirklichung der Ziele sind, die mit dem Thema Diversität zusammenhängen. Deutlich wurde,  innovative Projekte brauchen eine Basis, die durch die Institutionen bereitgestellt werden kann - wenn dafür die notwendigen Mittel vorhanden sind. Kooperationen im Rahmen von Projekte können nur dann erfolgreich sein, wenn  Projektförderungen und institutionelle Förderung dafür ausreichen, Netzwerke zu pflegen und Beziehungen konstruktiv zu gestalten. Deutlich wurde unter anderem dieses Dilemma: Projekte, die in Räumen stattfinden sollen, für welche die Einrichtung die zu zahlende Miete (womöglich an die Stadt) erst erwirtschaften muss, damit die Räume kostengünstig oder kostenlos überlassen werden können, stoßen auf beschränkte Ressourcen, weil ein Raum zu einer Zeit nur einmal vergeben werden kann.  Räume, die Spiel- und Freiräume sein sollen, müssen finanziert werden. Das geht nicht im Rahmen von labilen Projektförderungen.

Bern Haß | Geschäftsführung Goldbekhaus

Neu im Gastatelier GOLDBEKHOF

Skulpturen vom Sockel geholt. Was passiertim Auge des Betrachters, wenn statt einesKunstwerks nur noch der Sockel und die Haltevorrichtung übrig bleiben und dennoch im Kunstkontext präsentiert werden? Das interessiert aktuell den neuen Gastkünstler Thomas Judisch, der sich mit der Wahrnehmung von Original und Duplikat und dem Unsichtbaren beschäftigt, das die Phantasie beflügeln kann. Thomas Judisch nutzt auch die scheinbare Materialität der Arbeiten,
Kunststoff sieht aus wie weißer Marmor, die edlen Stützen, die dem Unsichtbaren oder dem verschwundenen Kunstwerken scheinbar Halt gegeben haben sind häufig nur Repliken von Vorrichtungen, die Nachbildungen von Originalen dienen.
Ein Jahr wird das Gastatelier als Startbasis und Vorbereitungsraum für verschiedene Ausstellungsprojekte dienen, die der Künstler in diesem Jahr verwirklichen wird. Der Künstler,der in Kiel und Dresden studiert hat und sich mit Skulptur, Installation und Raumkonzeption auseinandergesetzt hat, kommt gerade von einem Arbeitsstipendium auf der Insel Föhr und wird im Juni eine Einzelausstellung in der Skulpturenhalle Basel gestalten.
Mit dem Gastatelier fördert der Verein der GOLDBEKHOF e.V. seit Jahren junge Künstlerinnen und Künstler, die für ein Jahr kostenfrei im Gastatelier arbeiten können. Möglich wird dies durch das Engagement von Stiftungen,welche die nötigen Mittel zur Finanzierung beitragen.
Kontakt: www.thomasjudisch.com
Bernd Haß | Geschäftsführung Goldbekhaus

Jahresthema 2015

GEHT(S) NOCH lautete das Jahresthema im Goldbekhaus 2015
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Ein Jahr voller Empörungen oder möglicher Alternativen? Wer hat sich heute bei den Nachrichten noch nicht gefragt, wie soll das alles weitergehen? Ob in den Medien oder in öffentlichen Foren, ob in Gedanken oder bei Gesprächen mit FreundInnen: Es gibt derzeit viele Ereignisse in unserer Gesellschaft, in unserem Land und auf weltpolitischer Ebene, die bei einigen empörte Gefühle erzeugen. Man könnte platzen, weil es zu viele sind, die nicht mehr verstanden, geschweige denn analysiert werden. Es macht sich das Gefühl der Hilflosigkeit und der Ohnmacht breit.
Was kann ich noch ohne Bedenken essen? Welche Kleidungsstücke darf ich noch mit gutem Gewissen kaufen? Global werden jährlich 1,3 – 2 Mrd. Tonnen Lebensmittel weggeworfen, was kann ich dagegen tun? Viele HamburgerInnen helfen Flüchtlingen aber nicht jeder Stadtteil will eine Flüchtlingsunterkunft in seiner Nähe haben?
Mobilität ja, zu viele PKW's verstopfen aber Großstädte und Stadtteile. Bürgerinitiativen gründen sich bei lokalen Ereignissen wie Busbeschleunigungsprogramm, Bunker-Abriss oder Neubaugebieten in Kleingartenanlagen. Man könnte auch sagen, die Welt empört sich, Hamburg empört sich und das Goldbekhaus fragt: »Geht(s) noch«?
Wir präsentieren  Informations- und Kulturveranstaltungen und laden dazu unterschiedliche Initiativen, AkteurInnen und KünstlerInnen ein, um Näheres über ihre Aktionen, Themen und Beteiligungsmöglichkeiten zu erfahren. Wir möchten mit diesen Themen-Veranstaltungen informieren und mit kulturellen Mitteln dazu beitragen, Bewusstsein für aktuelle Themen zu schaffen.
Wir freuen uns über rege Beteiligung!
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Regine Hüttl und das Team Goldbekhaus