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JÜDISCHE KLANGSPUREN

Eine Reihe gegen Rassismus und Antisemitismus. Programm

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Konzert

Waks: yiddish voices

Sa 17.4. | 20 - 22 Uhr | Konzert + Werkstattgespräch
Streamingkonzert: https://youtu.be/UYgBUsxVMfU

Stimmen aus der Vergangenheit, auf Wachswalzen festgehalten, besingen den beschwerlichen Alltag, Elend und Not, aber auch Momente des Glücks und der Freude. Die Wachswalzen verstaubten jahrzehntelang in Archiven. Inge Mandos hat diese Schätze mit ihrem Ensemble „Waks“ aufgespürt und den alten Stimmen wieder Gehör verschafft, indem sie mit ihnen gemeinsam singt. Verschollene Stimmen von Menschen, die vor 90 Jahren in Osteuropa lebten, werden zu Solisten des Abends. Es ist Inge Mandos sogar gelungen, den vergessenen Stimmen wieder eine Identität zu geben, indem sie Nachfahren der Sänger*innen aufspüren und treffen konnte und so die Lebensgeschichten erfuhr. Ihre Nachforschungen haben sie bis nach Israel und Australien geführt. Ein solch außergewöhnliches musikalisches Erinnerungs-Konzept hat es im jiddischen Genre bisher nicht gegeben. Mit einfühlsamen Arrangements gelingt Waks eine intime Nähe zu den Solisten und lässt die allesamt unbekannten Volkslieder wieder lebendig werden.

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Kaye-Ree und Band: Growth

Sa 24.4. | 20 - 22 Uhr | Konzert im Livestream
Wachstum in Zeiten der Pandemie? Kaye-Ree singt davon… Geboren ist die Künstlerin in der iranischen Revolutionszeit, als Tochter einer Deutschen und eines Persers in Isfahan/Iran, sieht sich allerdings als Weltbürgerin und lebt in Deutschland.
Vielleicht liegt es an dieser Prägung, dass sie in ihrer Musik vom Verlangen nach Freiheit, dem menschlichen Einheitsgedanken und innerem Wachstum singt.
Inneren Wachstum, speziell in Zeiten der Pandemie beschreibt Kaye-Ree in ihrem dritten Album “Growth”, was in einigen Monaten veröffentlicht werden soll.
Live spielt die Band, bestehend aus Gesang, Drums, Tabla, Gitarre, Bass und Keys in 432Hz. Somit kann sich das Publikum auf eine sehr entspannte und viel Spaß bringende Show freuen, die bestimmt den ein oder anderen mit Ohrwürmern nach Hause gehen läßt, und zum Nachdenken inspiriert.
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YXALAG: FUN TASHLIKH

Fr 30.4. | 20 - 22 Uhr | Klezmer-Konzert-Livestream
Streamingkonzert: https://youtu.be/wzAizARmnbU

Klezmer: Leidenschaft, Melancholie, Spielfreude! YXALAG ist eine musikalische Vielfarbigkeit, gelebt von einer Sippe junger grandioser Musiker. Immer unterwegs, dem Ruf ihres Kranichs Yxalag folgend, von Land zu Land, von Klezmer zu Swing, von Klassik zu Balkan, von Duett zu Oktett, gestrichen, gezupft und geblasen, ganz im jiddischen Sinne: eine Filfarbike Mishpokhe eben!
YXALAG heißt ein junges Klezmerensemble, welches 2008 der osteuropäischen jüdischen Volksmusik begegnete und ihr mit Haut und Haar verfiel. Die Musiker waren gefangen von den Ausdrucksmöglichkeiten dieser emotionalen und virtuosen Musik. Ihre klassische instrumentale Ausbildung und ihr jazzig-improvisativer Zugang prägen ihr Spiel und bereichern durch neue Farben die übliche Palette der typischen Spielweise.

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Daniel Kahn: Lieder von Freiheit und einer besseren Welt

Sa 15.5. | 20 - 22:30 Uhr | Konzert in der Reihe "jüdische Klangspuren"
Lieder, die soziale Ungerechtigkeit anprangern, sind sein Markenzeichen und am liebsten singt er sie auf Jiddisch. Traditionelle, jiddische Arbeiterlieder und Protestsongs reichert er an mit englischen Übersetzungen. So macht er diese Musik auch denen zugänglich, die kein Jiddisch verstehen. Umgekehrt hat Kahn Liedermacher wie Bob Dylan und Leonard Cohen ins Jiddische übersetzt, Texte von Brecht und Tucholsky vertont. Kahn hat das jiddische Volkslied systematisch entstaubt und um eigene Kompositionen bereichert. Mit einer Liebeserklärung an eine Sprache, die immer wieder für tot erklärt wird. mehr

Motiks Tonband: die Geschichte einer Familie

So 12.9. | 20 - 22:30 Uhr | Erzählkonzert in der Reihe "jüdische Klangspuren"
Nach dem Zerfall der Sowjetunion wanderten in den 1990er Jahren Hunderttausende jüdischer
Familien aus der ehemaligen UdSSR nach Israel, Deutschland und Nordamerika aus. Die Famile
der Sängerin Sveta Kundish war Teil dieser Auswanderungswelle und ging 1995 nach Israel.
Zufällig stieß die Familie später auf Tonbänder mit Aufnahmen von Svetas Großvater, einem
Kantor, die mehr als 40 Jahre überdauert hatten und Alltagsleben, Lieder und Geschichten im
Shtetl Owrutsch in der Ukraine wiedergeben. Mit Fotos, Tonbandaufnahmen und Volksliedern
erzählt Sveta die Geschichte ihrer eigenen Familie. mehr

Uwe von Seltmann: Der zinger fun noyt – Die Stimme der Armen

Fr 29.10. | 20 - 22:30 Uhr | Multimedia Vortrag + Livemusik
Autor, Filmemacher und Musikethnologe Uwe von Seltmann berichtet in einem multimedialen
Vortrag, wie sich jiddische Sprache und Lebenshaltung musikalisch artikulieren. Er erzählt anhand
von Hörbeispielen, Fotos, Faksimiles und Filmausschnitten über den »Vater des jiddisches
Liedes« Mordechai Gebirtig und andere Protagonisten, die die jiddische Kultur maßgeblich
prägten. Gebirtigs Lieder haben angesichts des wachsenden Antisemitismus ihre Relevanz und
Aktualität behalten. Musiker, die in diese Veranstaltungsreihe eingebunden sind, werden live
jiddische Musik spielen. mehr

HEINEDAKIS : Lieder von Heinrich Heine & Manos Hadjidakis

Sa 27.11. | 20 - 23 Uhr | Konzert in der Reihe "jüdische Klangspuren"
Der deutsche Volksdichter Heine und der griechische Komponist Manos Hadjidakis haben
mehr Gemeinsamkeiten, als man denkt: Beide waren Exilanten, Kosmopoliten und überzeugte
Europäer. Heine machte aus der Alltagssprache Lyrik. Hadjidakis führte Rembetiko, »den politischen
Blues Griechenlands« in die zeitgenössische Kultur ein. In der Begegnung mit Heine und
Hadjidakis beziehen die Musiker klar Position für Europa, gegen Ausgrenzung und Rassismus. mehr