we_path

PROGRAMM OKTOBER

Hier geht es zum Programm Oktober 2022.

KURSSTART: FIT + KREATIV

Pilates-, Rückenpower-, Yogakurse, Qigong & Tango. Ab September starten wieder neue Kurse. Zum Kursangebot

NEU IM GOLDBEK~KANAL

Teilhabe im Sport. Im Interview: Ann-Christin Schwenke vom Projekt "LIVE" – Lokal Inklusiv Verein(tes) Engagement. Zur Podcastfolge

ANGEKOMMEN?

Veranstaltungsreihe von April – Dezember 2022. Zum Programmflyer

PROGRAMM NOVEMBER

Hier geht es zum Programm November 2022.

REFUGEES MIT UNS

Jede Spende hilft! Projekte finanzieren

Ensemble Schmattes: szenischer Liederabend über Leyb Kvitko | Videostream

Samstag 12. Februar | 20 Uhr | szenischer Liederabend
Leyb Kvitko (1893-1952): bedeutender jiddischer Dichter; Zeitzeuge des Hamburger Aufstandes, Antifaschist

Der sowjetische Autor Leyb Kvitko (1890-1952) war einer der bedeutendsten jiddischen Dichter des 20. Jahrhunderts. Am 12. August 1952 ließ Stalin ihn und viele andere bekannte jiddische Schriftsteller und Intellektuelle, im Gefängnis Lubjanka in Moskau hinrichten – in der Nacht der ermordeten Dichter.

Link zum Videostream

 

Kvitko  hatte sich für die Russische Revolution begeistert und setze sich als Anti-Faschist unermüdlich ein für gerechtere Lebensverhältnisse der ausgebeuteten Arbeiter und Armen.

1923 lebte Kvitko ein Jahr lang in Hamburg und verdingte sich als Hafenarbeiter. Er schuftete in der Pelztierbranche und verarbeitete Felle, die aus Südamerika über Hamburg in die Sowjetunion umgeschlagen wurden.

In 1923 verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland zusehends. Es gab bewaffnete Unruhen und Streiks. Menschen opponierten gegen das ungerechte System und die erdrückenden Lebensbedingungen, während die Unterhaltungsindustrie boomte, denn die Massen hatten Trost und Ablenkung in den tristen Zeiten dringend nötig.

Kvitko erlebte den Hamburger Aufstand, als am 23. Oktober 1923 Mitglieder der KPD nach dem Vorbild der russischen Oktoberrevolution den Umsturz für Hamburg und die Welt einleiten wollten. Er wurde zum Zeitzeugen dieser dramatischen Ereignisse und hielt seine Eindrücke auf Jiddisch fest u.a. in der Erzählung „Riogrander Fel“.

Ausschnitte aus Kvitkos Prosa und Lyrik, kombiniert mit Schlagern und Revolutionsliedern, die den Zeitgeist spiegeln, hat das Ensemble Schmattes zu einem spannenden szenischen Liederabend verwoben. Parallelen der Weimarer Zeit zur Gegenwart werden deutlich und so ist dieses Programm auch ein Abend über Visionen, Hoffnungen und verlorene Träume.

 

Die Veranstaltung findet als Videostream statt. Link zum Videostream.

Spenden werden gerne gesehen! | HASPA DE 96 2005 0550 1301 1200 26

Mit Stella Jürgensen (Rezitation, Gesang), Inge Mandos (Gesang), Andreas Hecht (Gitarre)

Eine Veranstaltung im Rahmen der "Woche des Gedenkens" im Bezirk HH-Nord. Mit freundlicher Unterstützung der Bezirksversammlung Hamburg Nord und der Salomo-Birnbaum-Gesellschaft für Jiddisch e.V. (SBG).